NATALIE PANEK: WILD SPACE | The Problem Solvers Ep. 2


[VON DEN FAST 5000 SATELLITEN, DIE DERZEIT DEN PLANETEN
UMKREISEN, SIND WENIGER ALS 2000 IN BETRIEB.] [DER REST IST PRAKTISCH WELTRAUMMÜLL UND
VERSCHMUTZT DIE UMLAUFBAHN DER ERDE.] [NATALIE + TEAM VON INGENIEUREN
ARBEITEN AN EINER LÖSUNG.] Bei meiner Arbeit dreht sich alles um Roboter und Rover,
die auf fernen Planeten eingesetzt werden. Wir bauen oft Dinge, die noch
niemand zuvor entwickelt hat. und die in extremen Umgebungen
funktionieren müssen. Die Forschung steht im Mittelpunkt. Ich denke, wenn man dafür brennt, zu entdecken hilft einem das dabei, neue Dinge zu entwickeln. Im Weltraum ist das wirklich schwierig. Die Vorstellung von irgendwie, irgendwo im All. Das Abenteuer, in eine Rakete zu steigen und dann irgendwohin
zu fliegen, wo noch nicht sehr viele Menschen waren. Dazu kommt die Möglichkeit,
zu forschen und etwas beizutragen. Der Traum wurde geboren, als ich irgendwo
in der Natur war, wie hier. Jetzt haben wir das Herz verloren und
ich habe all unsere Flammen ausgehen lassen. Als Kind war ich oft mit
meinen Eltern und Brüdern campen, wandern, fliegenfischen
und einfach viel draußen. Und ich hatte freie Sicht auf die Sterne. Ich habe mir immer wieder vorgestellt, dass ich
vielleicht eines Tages selbst da oben sein könnte. Wenn es um Weltraummüll, Robotertechnik gegen den
Weltraummüll oder das Reparieren von Satelliten geht, ist es meine Aufgabe, zu entwerfen,
wie diese Mission aussehen kann. Wenn ein Roboterarm einen Satelliten reparieren soll, dann muss ich jeden einzelnen Schritt durchdenken,
von dem Moment an dem der Arm das Raumschiff verlässt, bis hin zu jeder seiner Aufgaben auf der Mission. Satelliten haben eine begrenze Lebensdauer. Sie gehen kaputt oder
ihnen geht der Treibstoff aus. Wenn das passiert, werden sie zu Weltraummüll. Sie bleiben dann da oben oder
kommen in die Friedhofsumlaufbahn. Es könnte Hunderte Jahre dauern, bis sich ein Satellit
zersetzt und schließlich in der Erdatmosphäre verbrennt. Mit dem erhöhten Einsatz von Flugobjekten wird die Wahrscheinlichkeit größer,
dass z.B. zwei Satelliten zusammenstoßen. Ich kann mir vorstellen, dass durch den Zusammenstoß
sogar noch mehr kleinere Teile herumfliegen. Dann erreichn wir den
kritischen Punkt zu vieler Teile. Der nächste Zusammenstoß, eine Art Dominoeffekt
von weiteren Kollisionen verursachen. Unser Fokus ist, ausrangierte Satelliten
wieder zum Laufen zu bringen. [TREIBMITTEL + REPARATUREN] [BETANKTE, REPARIERTE (RECYCELTE) SATELLITEN=
WENIGER WELTRAUMMÜLL] Wir räumen unseren Abfall im All nicht auf. Wir kümmern uns nicht um den Weltraum.
Für mich ist das eine andere Art von Wildnis. Deshalb setzte ich mich so leidenschaftlich
für den Service von Satelliten ein. Ich denke, es ist wirklich cool und ich denke,
es wäre schön, eine Vorreitern an dieser Front zu sein. Ja! Wir müssen unsere Verhaltensweisen ändern. [2017, NACH 20 JAHREN, IN DENEN SIE EINEN TRAUM VOM (MÖGLICHEN) WELTRAUMAUFENTHALT
VERFOLGT HAT, BEKAM NATALIE DIE NACHRICHT VON DER KANADISCHEN
WELTRAUMBEHÖRDE, DASS SIE NICHT MEHR ZUR AUSWAHL ALS ASTRONAUTIN STAND.] [DIE ÄRZTE DER WELTRAUMBEHÖRDE FÜHRTEN EINE WEISSE HAARSTRÄHNE, DIE SIE SEIT IHREM
ACHTEN LEBENSJAHR HATTE, AUF EIN MÖGLICHES PROBLEM DES IMMUNSYSTEMS ZURÜCK.] Das tat weh. Vor allem,
weil es überhaupt nicht in meiner Macht lag. Es war auch etwas seltsam, weil ich glaube,
dass diese weiße Haarsträhne zur gleichen Zeit auftauchte, als ich den Wunsch
entwickelte, Astronautin zu werden. Ich glaube nicht an das Schicksal, aber wahrscheinlich
stand damals schon fest, dass es niemals passieren wird. Der Wunsch, Astronautin zu werden,
war für mich immer das ultimative Abenteuer. Nachdem ich aus dem Auswahlverfahren geflogen bin habe ich irgendwie wieder eine stärkere Verbindung
zur Erde entwickelt und wollte sie entdecken. Auch wenn ich so sehr Astronautin werden wollte.
Die Möglichkeit, etwas beizutragen, dass das ganz Paradigma ändern könnte,
wie wir Dinge im Weltraum machen, ist für mich eine coole Möglichkeit. Meine Leidenschaft für
die Natur und Wildnis hat sich immer total gegensätzlich zu meiner Arbeit
als Weltraumingeneurin anfühlt. Als ich anfing an den Projekten
zur Reparatur der Satelliten zu arbeiten, erkannte ich, wie sehr diese
beiden Welten verbunden sind. Als Kind auf unseren Campingtrips war es immer extrem wichtig,
dass wir keine Spuren hinterlassen. und alles, was wir in die Natur
mitbringen, wieder mitnehmen. Das All, das wir erforschen, ist auch Wildnis. Eine Wildnis, auf die wir aufpassen müssen. Wir sollten so wenig Einfluss wie möglich nehmen,
wenn wir da draußen sind und forschen. Weil wir neugierig sind
und weil wir Entdecker sind.

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